Freshen up your Feedback


Welche „Feedbackkultur“ pflegen Sie in Ihrem Unternehmen?

Wie selbstverständlich ist es für Ihre Belegschaft sich gegenseitig Rückmeldung zu geben über eine geleistete Arbeit? 

Wie klar wird ‚Gefallen‘ und ‚Nicht-Gefallen‘ geäußert? 

Wie verinnerlicht sind respektvolle und wohlwollende Formulierungen? 

Wie hoch ist die Bereitschaft, Feedback als Chance zu sehen?

Stillstand beginnt da, wo keiner mehr etwas sagt

Eine vernetzte, zielgerichtete Kommunikation ist der Schlüssel zu echter Weiterentwicklung von Organisationen. In einer Welt, die sich ständig verändert, brauchen Unternehmen eine Kultur, in der Menschen aufrichtig, wertschätzend und mutig miteinander sprechen. 

Eine frische, lebendige Feedbackkultur hat zentrale Bedeutung! Wie sie gelingt, lesen Sie in diesem Essential.

Typische Herausforderungen

  • Angst vor Konflikten oder negativen Reaktionen
  • Mangel an Feedback-Kompetenz
  • Zeitdruck und fehlende Routinen
  • Hierarchische Barrieren („Ich kann doch meiner Führungskraft kein Feedback geben“)

Die 4 wichtigsten Vorteile einer ‚gereiften‘ Feedbackkultur

1. Verbesserung der Zusammenarbeit

Eine ‚reife‘ Feedback-Kultur fördert offene Kommunikation und gegenseitiges Verständnis. Teammitglieder sprechen Herausforderungen frühzeitig an, Missverständnisse werden reduziert und Vertrauen gestärkt. 

  • Eine konstruktive Arbeitsatmosphäre, Zusammenarbeit auf Augenhöhe wird möglich und gemeinsame werden Ziele effizienter erreicht!

2. Höhere Motivation

Regelmäßiges, wertschätzendes Feedback zeigt Mitarbeitenden, dass ihre Arbeit gesehen und ernst genommen wird. Dies steigert das Selbstwertgefühl und fördert die intrinsische Motivation. 

  • Konstruktives Feedback gibt klare Orientierung zur Weiterentwicklung – ein wichtiger Antrieb für persönliches Wachstum und Engagement!

3. Schnelleres Lernen

Feedback liefert direkte Rückmeldung über das eigene Verhalten und die erzielten Ergebnisse. Dadurch lernen Mitarbeitende schneller aus ihren Erfahrungen, Fehler werden zügig korrigiert und Kompetenzen ausgebaut. 

  • Die Lernkultur macht Teams agiler und anpassungsfähiger – ein zentraler Faktor für erfolgreiche Organisationen!

4. Stärkere Bindung ans Unternehmen

Mitarbeitende, die regelmäßig konstruktives Feedback erhalten, fühlen sich wertgeschätzt und ernst genommen. Das stärkt ihre emotionale Bindung zum Unternehmen. 

  • Eine transparente Feedback-Kultur signalisiert Vertrauen und Offenheit – die Voraussetzung für langfristige Loyalität und geringere Fluktuation!

Sechs hilfreiche Tipps für wirksames Feedback

1. Konstruktiv und lösungsorientiert

Nicht nur kritisieren, sondern auch Alternativen oder Verbesserungsvorschläge anbieten.

🗣 Statt: „Deine Präsentation war schlecht.“

✅ Besser: „Ich hatte Schwierigkeiten, deinen Hauptpunkt zu erkennen. Vielleicht könntest du ihn am Anfang klarer herausarbeiten?“

 

2. Konkret statt allgemein

Je präziser das Feedback, desto hilfreicher ist es.

🗣 Statt: „Du arbeitest unprofessionell.“

✅ Besser: „Im letzten Meeting hast du mehrmals ins Handy geschaut – das wirkte auf mich unkonzentriert.“

 

3. Zeitnah und regelmäßig

Feedback sollte nicht auf das Jahresgespräch warten. Besser sind kurze (auch nonverbale), kontinuierliche Rückmeldungen.

 

4. Ich-Botschaften nutzen

Eigene Wahrnehmungen schildern, nicht verallgemeinern oder bewerten.

🗣 Statt: „Du bist unzuverlässig.“

✅ Besser: „Mir ist aufgefallen, dass du die letzten zwei Deadlines verpasst hast. Das bringt unseren Zeitplan durcheinander.“

 

5. Positives Feedback geben

Für anerkennendes Feedback gelten die gleichen Regeln wie für korrigierendes Feedback: Konkret, zeitnah, durch Ich-Botschaft. Studien belegen, dass eine sachliche, aufgaben-bezogene Anerkennung um ein Vielfaches mehr motiviert und das Selbstvertrauen stärkt als das bloße Aufdecken von Fehlleistungen. 

Mitarbeitende vermissen es nicht, ständig gelobt zu werden, aber sie vermissen ein faires, ausgewogenes Feedback.

🗣 Statt: „Du bist super.“

✅ Besser: „Mir gefällt gut, wie gelassen und freundlich du bleibst im größten Stress!“ 

 

6. Verhältnis beachten

Feedback ist eine zentrale Führungsaufgabe, wobei das korrigierende Feedback meistens überwiegt. Die Folge ist Unsicherheit über die tatsächlich erbrachte Leistung. Daher empfehlen wir, das Verhältnis von anerkennendem zu korrigierendem Feedback auf der Realität zu basieren. 

Wie oft leisten die Mitarbeitenden gute und sehr gute Arbeit und wie oft schlechte und sehr schlechte Arbeit? Und ist das Feedback dem entsprechend?

🗣 Statt: „Nicht geschimpft, ist gelobt genug.“

✅ Besser: Mehr anerkennende Gesten wie Zunicken und Schulterklopfen oder ein „Danke für Deinen Einsatz.“


Eine starke Feedbackkultur…

… entsteht nicht über Nacht, sondern durch konsequentes Vorleben, Üben und institutionelle Verankerung. 

  • Schaffen Sie die Basis für faires und respektvolles Feedback. Fördern Sie in Ihren Teams eine motivierende Lern- und Entwicklungskultur, in dem Menschen ihr Potenzial entfalten können.